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Bienen-Pollen

Fehlen Bienen für die Blüten?

Wie wichtig die Pollensammlerinnen sind, wird weithin unterschätzt. Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier – ca. 1/3 von allem, was wir essen, gäbe es ohne Bienen nicht. Ist das Bienensterben ein Mysterium?

Sie kommen seit Jahren aus allen Richtungen: Alarmierende Meldungen über das geheimnisvolle Bienensterben an (fast) allen Ecken der Welt. Auch diesen Winter hat wieder 1/3 der Bienen weltweit nicht überlebt. Die Gründe dafür werden medial „Mysterium“ genannt. Wer wissen möchte, was wirklich dahinter steckt, dem sei Markus Immenhoofs „More than Honey“ ans Honig-Herz gelegt.

More than Honey – „Bitterer Honig“
Neben dem Verständnis für die lebenslange Fleißarbeit der possierlichen Arbeitstierchen zeigt der Film, weshalb die Haltung der Bienen, die von den Menschen in Massen zu Monokulturen gekarrt werden, die Bienen krank macht. Der Grund ist denkbar einfach: Durch das Besprühen der Monokulturen mit Pestiziden werden die Bienen (sehr) krank. Sie schleppen das Mittel nach getaner Arbeit in den Stock zu ihrer Brut, sofern sie nicht vorher daran sterben.
Und nach dem 2.700 km langen Transport von den Mandel-Monokulturen in Kalifornien sollen Antibiotika-Zuckerlösungen die Bienenvölker aufpäppeln. Denn dann sollen sie für den Honig in North Dakota sorgen. Nur leider sterben schon beim Transport (durch den Streß und die Krankheiten)  wieder bis zu 1/3 der Bienenvölker…

Bienen sind für uns so wichtig, da

  • 80% der Kultur und Wildpflanzen von Bienen bestäubt werden. Bienen bzw. Insekten allgemein kümmern sich dabei um die bunten, duftenden Pflanzen, während der Wind die unscheinbareren, trockenen Pflanzen bestäubt.

Das erklärt, warum Bienen neben Schweinen und Rindern die drittwichtigsten Nutztiere sind.
Schon die Definition der Fortpflanzungssymbiose auf Wikipedia lässt erahnen, wie wichtig die Bienenvölker im Naturkreislauf sind. Problematisch: Auch alte Sorten von Wildbienen werden von den Schädlingen befallen… auch daher macht das Bienensterben nicht vor der „heilen“ (Berg-)Welt halt.

Fortpflanzungssymbiose zwischen Bienen und Blütenpflanzen
„Die Biene nimmt den Nektar der Blüten als Nahrung auf, dabei bleiben die Pollen der Blüte an ihr hängen, welche die Biene dann weiter trägt und damit eine andere Blüte bestäubt, sodass diese sich vermehren kann. Diese wird Zoophilie genannt und ist der „normale“ Akt der Bestäubung von Blütenpflanzen (Angiospermen) durch Insekten oder Vögel, wobei die Insekten bzw. Vögel Nektar, aber auch Pollen als Nahrung erhalten.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Symbiose

Königinnen formen den Charakter des Volkes
Immer mehr Menschen züchten Bienen; sie lernen es in Imkerkursen – wie zB in der Imkerschule in Imst. Manche Städter „mieten“ sich auch Bienen(-stöcke) mit „rent a bee“. Professionelle Züchter konzentrieren sich darauf, Königinnen mit einem anpassungsfähigen Genpotenzial zu züchten, die von Europa bis Vietnam und Südamerika einsetzbar sind. Und die Züchter wissen auch, dass Königinnen den Charakter des Volkes – ob es auch fleißig und sanft ist – bestimmen.

Bei säen schon an Bienen denken!
Was jeder von uns tun kann, um Bienen zu unterstützen: Sorgen wir mit Blütenfülle in der Hecke, im Hausgarten und in der Landwirtschaft für vielfältige Nahrungsquellen. So kommen Bienen mit ökologischen, ganz normalen Bedingungen am besten zurande.

Pestizide und Monokulturen vermeiden
Sie haben es in der Hand: Anstelle eines sterilen Rasen im Garten, schaffen Sie Bienennahrung indem Sie mehr Blumen zulassen: Von den früh blühenden Palmkätzchen über Margeriten und Sommerflieder, wilden Thymian usw.

Auch wenn, unser heuer „eröffnetes“ Bienenhotel bis dato recht unbewohnt aussieht… im Garten blühen Insekten-freundliche Blüten. Denn Luft und Liebe möchte natürlich eine Vielzahl verschiedener Blüten für die Bienen schaffen 🙂

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